Die Ausstellung „Auschwitz, Fußnoten“ kann nach ihrer Erstpräsentation im Mahnmal St. Nikolai (Hamburg) an weiteren Orten gezeigt und an unterschiedliche räumliche und institutionelle Kontexte angepasst werden. Die folgenden Informationen geben einen Überblick über das Projekt, die Ausstellung und mögliche Erweiterungen.

Das Projekt

„Auschwitz, Fußnoten“ dokumentiert weniger sichtbare Orte nationalsozialistischer Gewalt im Umfeld des ehemaligen Auschwitz-Komplexes. Im Zentrum stehen ehemalige Zwangsarbeitsstätten, Außenlager und weitere Infrastrukturen, die heute häufig überbaut, umgenutzt oder nur noch fragmentarisch erhalten sind. 

Die Fotografien richten den Blick auf ihren heutigen Zustand und erweitern die Wahrnehmung des historischen Ortes Auschwitz über die bekannten Gedenkstätten am Ort des ehemaligen Stammlagers und dem Vernichtungslager Birkenau hinaus.

Weathered glass and concrete structures stand in a narrow yard at the former Wirtschaftshof Raisko forced labour subcamp, with a perimeter wall and conifer trees visible beyond.
Wirtschaftshof Raisko (Rajsko) – Außenlager des KZ Auschwitz
Person in beigem Mantel betrachtet großformatige Fotografien auf Staffeleien in einem gewölbten, backsteinernen Ausstellungsraum des Mahnmals St. Nikolai in Hamburg
Foto: Mahnmal St. Nikolai

Die Ausstellung

Die für das Mahnmal St. Nikolai in Hamburg entwickelte Ausstellung präsentiert 12 ausgewählte Fotografien aus dem Projekt im Großformat.

  • 12 Fotografien, 100 × 70 cm, 
  • Alu-Dibond, gerahmt
  • begleitende Informationstafel

Die Arbeiten sind Teil eines deutlich umfangreicheren fotografischen Projekts. Zusätzlich stehen kleinformatige analoge Sofortbildaufnahmen zur Verfügung, die als eigenständige fotografische Ebene oder als Kontrast zu den großformatigen Arbeiten eingesetzt werden können.

Optional: Deportationen aus Berlin

Für Präsentationen in Berlin ist eine Erweiterung um das eigenständige Projekt „Deportationen aus Berlin“ möglich. Es dokumentiert Sammelorte, Bahnhöfe und Verwaltungsinfrastruktur der Deportationen von Jüdinnen und Juden aus Berlin.

Beide Projekte sind Teil einer übergreifenden fotografischen Auseinandersetzung mit Holocaust-Orten. Die Verbindung bietet insbesondere für Berliner Einrichtungen die Möglichkeit, die lokalen Orte und Strukturen der Deportationen mit den Tatorten und Infrastrukturen in Mittel- und Osteuropa in Beziehung zu setzen.

Fotografien auf Staffeleien in einem Gewölberaum mit Backsteinwänden, im Hintergrund eine Person mit verschränkten Armen
Foto: Mahnmal St. Nikolai

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